Starker Kampf wird belohnt
Die TSG Leihgestern bezwingt Wülfrath mit 32:27. Der starke Schlussabschnitt der ersten Halbzeit ist spielentscheidend für den Heimerfolg.
Leihgestern – Die TSG Leihgestern hat ihre Erfolgsserie in der Dritten Frauenhandball-Liga (Staffel Mitte) auch im ersten Heimspiel des neuen Jahres fortgesetzt. Nach dem 30:28-Erfolg im Hinspiel im September behielt das Team von Jonna Jensen auch im zweiten Vergleich mit dem TB Wülfrath die Oberhand, setzte sich in der Lindener Stadthalle verdient mit 32:27 (19:13) durch und legte den Grundstein des sechsten Sieges in Folge in der Endphase der ersten Halbzeit. Mit mittlerweile 19:7 Punkten untermauerte der starke Aufsteiger seinen Platz in der vorderen Tabellenhälfte.
„Wir wussten, dass mit Wülfrath ein unangenehmer Gegner wartet, und so kam es auch. Trotzdem haben wir das Spiel über weite Strecken angeführt und deshalb auch verdient gewonnen. Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht mehr so konsequent gespielt und auch nicht immer konsequent verteidigt, sodass der Gegner herankam. Wir sind aber in der Schlussphase mental stark geblieben und konnten uns so den Sieg sichern“, berichtete eine zufriedene TSG-Trainerin im Anschluss an den neunten Saisonsieg.
Den besseren Start hatte zunächst Wülfrath, das durch Jule Kürten und Nele Eckert eine schnelle 2:0-Führung (2.) vorlegte. Beim 2:2 (6.) hatte Wiktoria Zakrzewska aber bereits ausgeglichen, beim 4:3 (7.) durch Nessima Kerdi lag die TSG dann erstmals vorn. Doch generell sahen die gut 170 Zuschauer in Linden eine offene Anfangsphase, denn auch beim 8:8 (14.) und beim 11:11 (20.) hieß es Remis. Nach einer Auszeit von Jonna Jensen drückte die TSG jedoch aufs Tempo und schloss in den verbleibenden Minuten vor der Pause extrem konsequent ab. Da die Abwehr zudem nun bärenstark stand, legte Leihgestern zunächst eine 16:12-Führung (27., Madita Zörb) vor und traf nach dem 16:13 (28.) bis zum Pausentee noch drei weitere Male in Folge. Anna-Lena Boulouednine sorgte mit ihrem Tor für den 19:13-Halbzeitstand.
Doch wie im Hinspiel, als Leihgestern nach 30 Minuten ebenfalls eine Sechs-Tore-Führung innehatte, schmolz der Vorsprung auch diesmal nach dem Seitenwechsel zusammen. Beim 17:20 (38.) hatte Wülfrath den Rückstand bereits halbiert und ließ sich auch vor den Gegentoren von Nicole Kunzig und Cintia Riegel nicht irritieren. Nach dem 17:22 (42.) startete das Team aus NRW eine erneute Aufholjagd und war nach Nadine Hölterhoffs 24:26 gut neun Minuten vor Schluss wieder in Schlagdistanz. Und möglicherweise wäre die Partie gekippt, hätte die eingewechselte TSG-Torhüterin Jana Skill nicht wenig später einen Siebenmeter von Nele Eckert pariert. Dies war so ein wenig die Initialzündung für Leihgestern, das nun wieder präsent war und durch Tore von Nessima Kerdi und Wiktoria Zakrzewska auf 28:24 (55.) davonzog. Damit war die Vorentscheidung gefallen, denn ein neuerliches Comeback Wülfraths ließ die TSG nicht zu. Leonie Nowak mit dem 30:26 drei Minuten vor Schluss und Nessima Kerdi von der Siebenmeterlinie mit dem 31:26 beseitigten die letzten Restzweifel am Heimerfolg. Kathrin Jochem gelang in den Schlusssekunden der letzte Treffer zum 32:27-Endstand.
Leihgestern: Skill, Weier, Vogelhuber – Boulouednine (3), Welchert (2), Clausius, Zörb (1), Nowak (2), Tekin, Kerdi (8/5), Zakrzewska (6), Kunzig (3), Jochem (4/1), Eiskirch (1), Riegel (2).
Wülfrath: Schindowski, Hintz – Hölterhoff (5), Legermann (2), Lambertz (4), Buiting, Kürten (4/2), Eckert (8/2), Wagener, Meusch, Meyer (2), Schulte (2), Neng, Kamdoun.
Schiedsrichter: Schwarz/Krispenz (Wiesbaden/Dahn) – Zuschauer: 174 – Zeitstrafen: fünf (Nowak zwei, Welchert, Kerdi, Kunzig) – sechs (Kürten zwei, Lambertz, Buiting, Schulte, Kamdoum) – Siebenmeter: 6/6 – 6/4.