
Mit Kantersieg in die Saison
[Gießener Allgemeine]
(mol). Die TSG Leihgestern ist mit einem Auswärts-Kantersieg in die neue Saison in der Frauenhandball-Regionalliga gestartet. Dass das Team von Trainerin Jonna Jensen und die gastgebende FSG Bürgstadt/Kirchzell in der vergangenen Saison noch zwei Spielklassen getrennt hatte, ließ sich auch am Samstagabend nicht von der Hand weisen. Der letztjährige Drittligist geriet im Laufe der 60 Minuten nicht einmal in Rückstand und siegte letztlich überdeutlich mit 35:19 (15:9). Alles war dabei aber noch nicht Gold, was glänzte.
»Nach der frühen Führung haben wir leider nicht souverän, zu verhalten und auch zu fehlerbehaftet gespielt. Insgesamt haben wir zu viel liegenlassen und uns in der Deckung auch nicht immer an Absprachen gehalten. Aber natürlich waren wir die bessere Mannschaft, haben uns später auch deutlich gesteigert und das Spiel absolut verdient gewonnen«, erklärte TSG-Trainerin Jonna Jensen.
Schon früh sah es in der Sporthalle in Miltenberg so aus, als sollte Leihgestern keine Probleme mit dem Aufsteiger haben, denn bereits nach fünf Minuten hatte Freya Welchert zum 4:0 eingeworfen. Doch vielleicht verlieh der gute Start ein wenig zu viel Selbstsicherheit, denn danach erlaubte sich die TSG doch einige Fehler. So kam Bürgstadt/Kirchzell auf 3:4 (10.) und 4:5 (12.) heran, Trainerin Jensen musste auch früh zu einer »grünen Karte« greifen. Ausgleichen konnten die Gastgeberinnen aber nicht, stattdessen setzte sich Leihgestern über das 7:4 (14.) wieder auf 10:6 (24.) ab. Wichtig für den weiteren Spielverlauf war auch, dass Anna-Lena Boulouednine und Milena Appel in den letzten 13 Sekunden vor der Pause noch zwei Treffer erzielten und es so mit 15:9 in die Kabinen ging.
Dies hatte dem Aufsteiger nämlich wohl den letzten Glauben an eine Überraschung geraubt. TSG-Trainerin Jensen konnte nach Herzenslust wechseln, was dem Spielfluss keinen Abbruch tat. Im Gegenteil: Die Gäste konnten immer wieder frisches Personal »nachschießen«, während Bürgstadt/Kirchzell die Kräfte doch zusehends schwanden. Und so setzte Leihgestern nach dem 22:14 (43.) nochmal zu einem 6:0-Lauf an (28:14, 52.) und feierte so einen deutlichen Auswärtserfolg.